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Verhaltenskodex

Für Lehrkräfte und Mitarbeitende an Schulen in Trägerschaft des Bistums Trier


Verhaltenskodex und Selbstverpflichtungserklärung

Der Verhaltenskodex gilt an den Schulen in Trägerschaft des Bistums Trier als Dienstanweisung für alle Lehrkräfte und Mitarbeitende.

Die Selbstverpflichtungserklärung ist an den Schulen in Trägerschaft des Bistums Trier von den dort tätig werdenden bzw. tätigen Personen zu unterzeichnen, die in keinem arbeitsvertraglichen Beschäftigungsverhältnis mit dem Bistum Trier stehen (z.B. Referendarinnen und Referendare, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter, Instrumentallehrerinnen und Instrumentallehrer, Ehrenamtliche).

 

  • Präambel

    Die Schulen in Trägerschaft des Bistums Trier verstehen sich als Lern- und Lebensräume, in denen Schülerinnen und Schüler sich angenommen und sicher fühlen und in denen die Entfaltung ihrer Begabungen unterstützt wird. Der Verhaltenskodex ist Teil dieses Selbstverständnisses und damit der Verantwortung der Schulen für das Wohl und den Schutz der anvertrauten Schülerinnen und Schüler.

    Der Verhaltenskodex zum grenzachtenden Umgang gibt einen verbindlichen Rahmen vor, um sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche und sexuellem Missbrauch wirksam vorbeugen zu können.

    Er leitet sich ab von der Rahmenordnung zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt an Minderjährigen und erwachsenen Schutzbefohlenen im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz vom 26.08.2013 (KA 2013 Nr. 204).

    Er versteht sich als Beitrag zu einer Kultur der Achtsamkeit und Wertschätzung, wie sie im Rahmenleitbild Den ganzen Menschen bilden für die Schulen in Trägerschaft des Bistums Trier verankert ist: „Katholische Schulen fördern eine Kultur der Achtsamkeit und Wertschätzung. Diese schafft Nähe und Geborgenheit und führt so zur Stärkung der Persönlichkeit. Fürsorge, Freundlichkeit, Respekt und Disziplin prägen den Umgang miteinander.“(Leitsatz 8)

    Der Verhaltenskodex trägt dazu bei, dass die Schulen für Schülerinnen und Schüler ein sicherer Ort sind. Der Verhaltenskodex gilt an den Schulen in Trägerschaft des Bistums Trier als Dienstanweisung für alle Lehrkräfte und Mitarbeitende.

  • Verhaltensgrundsätze

    Aus dem Selbstverständnis der Schulen, wie es im Rahmenleitbild grundgelegt ist, ergeben sich für alle an den Schulen tätigen Lehrkräfte und Mitarbeitenden grundlegende Verhaltensweisen.

    Die Lehrkräfte und Mitarbeitenden...

    1. ...sind sich ihrer besonderen Vertrauens- und Autoritätsstellung gegenüber den anvertrauten Schülerinnen und Schülern bewusst.
    2. ...achten und respektieren die Persönlichkeit und Würde der Schülerinnen und Schüler. Der Umgang mit ihnen ist von Wertschätzung, Respekt und Vertrauen geprägt.
    3. ...unterstützen die Schülerinnen und Schüler in ihrer Entwicklung zu eigenverantwortlichen Persönlichkeiten und bestärken sie, für ihre Rechte auf körperliche und seelische Unversehrtheit einzutreten.
    4. ...gehen achtsam und verantwortungsbewusst mit Nähe und Distanz um. Sie respektieren die persönlichen Grenzen anderer und unterlassen verbale oder nonverbale Verhaltensweisen, die die Würde der Schülerinnen und Schüler verletzen.
    5. ...nehmen jede Form persönlicher Grenzverletzung bewusst wahr und reagieren angemessen zum Schutz der Schülerinnen und Schüler.
    6. ...unterbinden diskriminierendes, gewalttätiges und sexistisches Verhalten in Wort, Schrift oder Tat.
    7. ...hören zu, wenn Schülerinnen oder Schüler ihnen verständlich machen wollen, dass ihnen seelische, sexualisierte oder körperliche Gewalt angetan wird. Sie behandeln die anvertrauten Informationen sensibel und verantwortungsvoll. Der Schutz der Schülerinnen und Schüler steht dabei an erster Stelle.
    8. ...nutzen keine Abhängigkeiten aus.
    9. ...gehen keine sexuellen Beziehungen und Kontakte zu Schülerinnen und Schülern ein.
    10. ...sind sich bewusst, dass ein Verstoß gegen den Verhaltenskodex je nach individuellem Fall und Schwere des Verstoßes unterschiedliche Konsequenzen (Gespräch, Ermahnung, Abmahnung, Kündigung bzw. Antrag auf Aufhebung der Zuweisung) haben kann.